Hotel zu den zwei Welten

Hôtel des deux mondes - Hotel zu den zwei Welten ist ein Theaterstück des französischen Autors Éric-Emmanuel Schmitt, das 1999 erschienen ist.

In einem Hotel zwischen Leben und Tod, in das die Seelen aller Komapatienten kommen, treffen sich im Verlaufe des Stückes Personen mit unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Meinungen. Im Hotel zu den zwei Welten sind die Hotelgäste von ihren physischen Schmerzen, die ihre Körper gerade erleiden, befreit und müssen so entweder auf den Erfolg der Ärzte oder deren Misserfolg warten. Je nachdem fahren die Gäste mit einem Aufzug, dem einzigen Ausgang des Hotels, entweder wieder zurück auf die Erde, zurück ins Leben, oder hoch in den Himmel, in den Tod.

2020 | Hotel zu den zwei Welten

Regie: Marc Bouvet

Der 40-jährige Sportjournalist Julien – Lebemann und Frauenheld – erwacht in einem seltsam entrückten Hotel. Nach und nach erkennt er: Er befindet sich in einem Zwischenreich – irgendwo zwischen Leben und Tod. Wie die anderen Gäste liegt sein Körper in einem tiefen, medizinisch induzierten Koma. Währenddessen sind Geist und Seele im „Hotel zwischen den Welten“ gefangen – und mit ihnen die Frage: Will ich zurück ins Leben?

Im Angesicht des möglichen Endes zählt kein Status, kein Geld, keine Macht. Alles Weltliche fällt ab. Julien erschüttert die Erkenntnis, dass er in jenem Trakt untergebracht ist, der für freiwillig Gegangene vorgesehen ist – sein jahrelanger Alkoholmissbrauch wird als schleichender Selbstmord gedeutet.

Auf seinem Weg durch das Warteland begegnet er anderen verlorenen Seelen: einem Illusionisten, der sich selbst am wenigsten glaubte; einer Reinigungskraft, deren Leben von Angst statt Erfüllung geprägt war; einem Präsidenten, dessen Prinzipien hohl geworden sind. Und Laura – einer jungen Frau, die schon zum zweiten Mal hier ist, befreit von der Krankheit, die ihr einst die Erfahrung echter Nähe versagte.